Verlauf der Magen-Darm-Grippe



Verlauf der Magen Darm GrippeDie Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe oder -Infekt) verläuft bei gesunden, erwachsenen und nicht gebrechlichen oder sehr alten Personen in der Regel ohne Komplikationen. Die Betroffenen werden trotz des unangenehmen Verlaufs relativ schnell wieder gesund, schwere Symptome halten längstens eine Woche an. Dennoch sind beim Verlauf Risikogruppen gesondert zu betrachten. Dazu zählen:
  • Säuglinge und Kleinkinder bis etwa zum fünften Lebensjahr
  • ältere und gebrechliche Personen
  • durch andere Krankheiten vorbelastete Personen
  • mit Noroviren infizierte, zuvor schon geschwächte (ältere) Patienten
Wichtiger Hinweis zum FlüssigkeitsverlustBei all diesen Personengruppen nimmt der Flüssigkeitsverlust sehr schnell kritische Ausmaße an. Es ist dann eine rasche und zielgerichtete Therapie erforderlich, weil schwerste Komplikationen bis zur Intussuszeption (siehe unten) drohen.

Dauer und Symptome



Die Magen-Darm-Grippe dauert im Normalfall zwei bis sieben Tage, danach klingt sie auch unbehandelt von selbst ab. Der gesunde Körper schafft es, die Viren zu eliminieren. Zum Verlauf gehört die Inkubationszeit von vier bis 50 Stunden. Zu den Symptomen gehören Brechdurchfall, der aber nicht bei jedem Menschen in Reinform auftreten muss (vielfach nur Durchfall), Fieber, Appetitlosigkeit, Erschöpfung und Gliederschmerzen. Am gefährlichsten ist der Flüssigkeitsverlust über den Durchfall, der durch Tee oder stilles Wasser bekämpft werden muss. Auch die eigentlich nicht gefährdeten Personengruppen sollten diese therapeutische Maßnahme ernst nehmen, denn zu wenig Flüssigkeit über Tage schadet ernsthaft den Nieren und kann sie sogar versagen lassen. Als prekär erweist sich oft, dass die Betroffenen durch ihre Erschöpfung wenig Durst verspüren und allein deshalb zu wenig trinken.

Komplikationen im Verlauf



Bei Infektionen mit Noroviren sind ältere Menschen gefährdet, alle Personen müssen wie beschrieben gegen den Flüssigkeitsverlust antrinken, um Elektrolyte auszugleichen. Komplikationen können sein:
  • Nierenversagen
  • hypovolämischer Schock (Schock durch Volumenmangel, es zirkuliert infolge des Flüssigkeitsverlustes zu wenig Blut)
  • Hypoglykämie (Unterzuckerung)
  • Darmperforation (Darmdurchbruch)
  • Sepsis (Blutvergiftung) bei individuell begünstigenden Faktoren
Achtung: Komplikationen sind möglich!Die gesteigerten Darmbewegungen während des Durchfalls verursachen teilweise krampfartige Bauchschmerzen, die vorwiegend bei Kindern manchmal auf einer Intussuszeption beruhen können. Hierbei hat die Darmbewegung eine Selbsteinstülpung des Darms verursacht (auch: Invagination), die in Längsachse erfolgt. Das führt durch Ödeme und Blutstauungen unbehandelt fast immer zum Darmverschluss. Die Bauchschmerzen treten dann krampfartig auf, es folgt Erbrechen, die Erkrankten werden auffallend blass. Zwischenzeitlich gibt es symptomlose Intervalle. Säuglinge schreien schrill und ziehen ihre Beine an, etwas später wird Stuhl als „Johannisbeergelee“ (blutig-schleimige Auflagerungen) ausgeschieden. Am Bauch ist eine walzenförmige Verhärtung tastbar. Ärzte diagnostizieren diese Komplikationen einer Magen-Darm-Grippe sehr schnell per Ultraschall und leiten die entsprechende Therapie (Einlauf oder OP) ein.



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Videos zur Magen-Darm-Grippe

Dokumentationen, Interviews und Expertengespräche zur Magen-Darm-Grippe.

Studien zur Magen-Darm-Grippe

Deutsche- und amerikanische Studien im Archiv.

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