Inkubationszeit bei Magen-Darm-Grippe



Achtung: Unterschiedliche InkubationszeitenDie Inkubationszeit bei einer Magen-Darm-Grippe beträgt ab vier Stunden und kann sich bis auf zwei Tage erstrecken. Die Inkubationszeit bei Kleinkindern oder bei einem Baby unterscheidet sich prinzipiell nicht von der bei erwachsenen Patienten, vielmehr hängt sie von der Art des Erregers ab, der die Gastroenteritis verursacht hat.

Woher kommt die unterschiedlich lange Inkubationszeit bei der Magen-Darm-Grippe?



Wichtig ist für Patienten und Angehörige zu wissen, dass die Ursachen einer Gastroenteritis sehr verschieden ausfallen können. Am häufigsten sind unterschiedliche Viren- und Bakterienstämme die Auslöser, allerdings nicht die Influenza-Viren, welche zur echten Grippe führen. Doch auch physikalische, biologische und chemische Ursachen lösen eine Magen-Darm-Grippe aus, schädigen die Schleimhäute im Magen, dem Darm und der Speiseröhre und begünstigen damit das Eindringen von Bakterien, die ansonsten vom Körper so wirkungsvoll wie unbemerkt abgewehrt werden. Des Weiteren spielt der Übertragungsweg von Viren und Bakterien eine Rolle, der zwar fast immer fäkal-oral per Schmierinfektion verläuft, dabei aber unterschiedlichste Bedingungen in der Umgebung vorfindet. Die Inkubationszeit bei Kleinkindern, die auch in die Kita gehen, ist aufgrund einer nicht lückenlos zu überwachenden Hygiene häufig schwer einzuschätzen. Beim Baby sind im Prinzip die Eltern für die Umstände verantwortlich.

Was passiert während der Inkubationszeit?



Inkubationszeit Magen Darm GrippeWenn die Erreger in den Körper eingedrungen sind, findet die Inkubation (lateinisch incubare = ausbrüten) statt. In dieser Zeit ist der Mensch krank, es zeigen sich aber noch kaum Symptome. Sollte in einer Kita ein Fall von Magen-Darm-Grippe aufgetreten sein und der Verdacht einer Ansteckung sehr naheliegen, könnte die wahrscheinliche Inkubationszeit bei Kleinkindern zur Prävention genutzt werden, beispielsweise um Probiotika zu besorgen, die den späteren Durchfall und das Erbrechen lindern und verkürzen. Während der Zeit der Inkubation vermehren sich eingedrungene Viren und Bakterien an regionären Lymphknoten und in den Schleimhäuten von Magen und Darm, besonders an den Lymphen entstehen bisweilen geringfügige Symptome wie ein leichtes Anschwellen, begleitet von geringem Fieber und beginnender Appetitlosigkeit. Ein Baby können die Eltern selbst in diesem Fall durch Betasten der Lymphe vorsorglich untersuchen. Dennoch ist daraus nicht die Art der Infektion abzuleiten, die durch Rotaviren, Corona- oder Adenoviren beziehungsweise Humane Noroviren ausgelöst sein könnte, was eine verschieden lange Inkubation verursacht.
Bei den Bakterienstämmen kommen Vibrio cholerae, Salmonellen, Clostridium difficile, Campylobacter, Yersinien oder Shigellen infrage, bei den Protozoen sind es beispielsweise Amöben oder Giardien.
Erreger vermehren sich unterschiedlich schnellJeder dieser Erreger vermehrt sich unterschiedlich schnell, das Ergebnis ist jedoch stets ein Angriff auf die Magen- und Darmschleimhäute in unterschiedlichem Ausmaß, der schließlich zum Ausbruch der Magen-Darm-Grippe führt.



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Videos zur Magen-Darm-Grippe

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Studien zur Magen-Darm-Grippe

Deutsche- und amerikanische Studien im Archiv.

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