Helicobacter



HeliobacterDas Helicobacter pylori ist ein Stäbchenbakterium, es kann den Magen eines Menschen besiedeln und löst dort Gastritis vom Typ B, unter Umständen Magengeschwüre und in jedem Fall Zwölffingerdarmgeschwüre aus. Bei Letzteren ist Helicobacter praktisch immer ursächlich, bei den Magengeschwüren ist das Bakterium in drei Vierteln aller Fälle für die Erkrankung verantwortlich. Daher wird bei Magenerkrankungen routinemäßig auf das Bakterium getestet. Sollte eine chronische Infektion erfolgen, droht ein Magengeschwür und das MALT-Lymphom, ein vielen Fällen bösartiger Tumor der Magenschleimhäute.

Symptome einer Helicobacter-Erkrankung



Eine Infektion mit Helicobacter pylori ist in westlichen Staaten relativ selten geworden, da die Übertragung offensichtlich fäkal-oral oder auch oral-oral erfolgt und auf mangelnder Hygiene, vor allem aber auf unsauberem Trinkwasser und vielleicht auch auf Schmeißfliegen basiert. Die meisten erkrankten Europäer und Nordamerikaner haben sich in einem Land mit geringeren hygienischen Standards infiziert. Lediglich in Altenheimen tritt das Bakterium gehäufter auf, ältere Menschen sind weniger immun und werden durch die Symptomatik stärker belastet. Junge Menschen werden auch symptomlos befallen. Wenn Symptome auftreten, bestehen diese in:
  • Sodbrennen
  • Magendruck
  • Blähungen
  • Mundgeruch
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • seltener Hautjucken
  • gegebenenfalls Erbrechen
So entsteht das HautjuckenDas Hautjucken entsteht, weil Helicobacter pylori auch Neurodermitis-Schübe auslösen können. Wenn sich Menschen ohne erkennbare Ursache immer wieder kratzen müssen, könnte eine Helicobacter Infektion ursächlich sein.

Diagnostik und Therapie von Helicobacter



Die beschriebenen Symptome können auch ganz andere Ursachen haben, weshalb eine Anamnese und Differenzialdiagnose den Verdacht bestätigen muss. Für diese Diagnose ist ein unkomplizierter Atemtest das erste Mittel der Wahl. Bei diesem sogenannten C13 Atemtest nimmt der Patient oral C13-Harnstoff zu sich, der bei einem Helicobacter-Befall durch das Urease-Enzym gespalten würde. Dieses Enzym produzieren die Helicobacter-Bakterien, der Atemtest weist es nach. Weitere diagnostische Tests wären:
  • Serologischer Antikörpernachweis (gilt nur als Indiz oder Bestätigung)
  • Urease Schnelltest per Magenspiegelung
  • Keimnachweis: Das Biopsiematerial aus der Magenspiegelung kann auch für einen kulturellen Keimnachweis verwendet werden, was aber aufwendig ist und nur durchgeführt wird, wenn eine Therapie nicht anschlägt.
Die Therapie wird als Dreifach-Kombination mit Antibiotika und einem Protonenpumpenhemmer durchgeführt (Clarithromycin, Metronidazol und Omeprazol oder Pantoprazol). Dabei sterben die Erreger, zudem wird die Magensäureausschüttung stark reduziert. Das stabilisiert den pH-Wert, die Helicobacter-Bakterien siedeln sich nicht mehr neu an und werden über den Stuhl ausgespült, da sie eine saure Umgebung brauchen. Teilweise geben die Ärzte als viertes Mittel das Antibiotikum Amoxicillin.



FeedbackAnregungen, Fragen, Kritik? Bitte schreiben Sie uns! Sie helfen uns damit unser Informationsangebot fortlaufend weiterzuentwickeln.


Videos zur Magen-Darm-Grippe

Dokumentationen, Interviews und Expertengespräche zur Magen-Darm-Grippe.

Studien zur Magen-Darm-Grippe

Deutsche- und amerikanische Studien im Archiv.

Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten. Copyright © 2017 www.magendarmvirus.com | Datenschutz & Impressum