Grippeimpfung



Grippeimpfung (Grippeschutzimpfung)Die Grippeimpfung verhindert das Erkranken an der echten Grippe (Influenza) und wird empfohlen, wenn es auch keinen Impfzwang gibt. Sinnvoll für die Grippeschutzimpfung ist die Zeit zwischen dem 01.09. bis zum 30.11. eines Jahres, doch auch andere Zeitpunkte sind möglich. Spätestens zwei Wochen nach der Impfung greift der Schutz.

Hintergrund der Grippeschutzimpfung



Die Grippeimpfung nehmen leider zu wenige Deutsche wahr, dabei kursieren die Influenzavirus-Typen relativ schnell und verändern sich durch Antigendrift, sodass eine Vorjahresimpfung nur noch einen Teilschutz bietet. Betroffen können vor allem die folgenden Personengruppen sein:
  • Säuglinge und Kleinkinder
  • alte Personen
  • Schwangere
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • Mitarbeiter im Gesundheitswesen
  • Pflegepersonen
Man empfiehlt für diesen Personenkreis eine Durchimpfungsrate jenseits der 70 Prozent, die allerdings nicht erreicht wird. Die über 60-Jährigen sind zu knapp 50 Prozent geimpft, die chronisch Kranken zu einem Drittel und die Mitarbeiter des Gesundheitswesens gar nur zu einem Viertel. Bezüglich der Kleinkinder und Säuglinge, die ähnlich gefährdet sind wie Hochrisikopatienten, empfehlen die deutschen Ärzte eine Routineimpfung, ebenso für alle Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Auch Personen mit Kontakt zu Vögeln (Geflügel und Wildvögel) wird die Impfung nahegelegt, unter anderem allen Bewohnern Baden-Württembergs, um eine Doppelerkrankung mit Influenza und aviärer Influenza (Vogelgrippe oder Geflügelpest) auszuschließen. Im Prinzip laufen sämtliche Empfehlungen seit Jahren darauf hinaus, alle genannten Risikogruppen regelmäßig der Grippeschutzimpfung zu unterziehen.

Kontraindikationen und Wirksamkeit der Grippeimpfung



Keine Impfung bei schweren AllergienDa der Impfstoff für die Grippeschutzimpfung auf Hühnereiweißbasis produziert wird, können Menschen mit einer schweren Allergie gegen dieses Eiweiß nicht an der Grippeimpfung teilnehmen, es sei denn, es kommt ein moderner, in Deutschland seit 2008 verfügbarer Impfstoff auf der Basis von Zellkulturen ohne Hühnereiweiß zum Einsatz. Einige andere Bestandteile des Impfstoffes können ebenfalls Allergien auslösen, die der Patient kennen sollte. Zanamivir und Oseltamivir bieten für diese Personengruppe die Chance auf eine medikamentöse Prophylaxe während der Grippezeit. Hinsichtlich der Wirksamkeit der Grippeimpfung gilt als gesichert:
  • Als Vorbeugung bietet die Grippeschutzimpfung den kostengünstigsten und wirksamsten Gesundheitsschutz.
  • Jüngere Personen werden zu rund 90 Prozent durch die Impfung vor der Erkrankung geschützt.
  • Ältere Personen und Menschen mit Grunderkrankungen werden zu rund 40 Prozentgrundsätzlich vor dem Ausbruch der Influenza geschützt, bei den übrigen geimpften Personen verläuft die Grippe wesentlich leichter.
  • Kinder erkranken durch eine Grippeschutzimpfung insgesamt seltener.
  • Die Sterberate infolge einer Influenza sinkt bei den über 75-Jährigen durch die Grippeimpfung um 83 Prozent.
Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Pflegepersonen werden vor allem dann durch eine Grippeschutzimpfung geschützt, wenn auch die von ihnen betreuten Patienten oder Pfleglinge geimpft werden. Da das vielfach nicht gewährleistet ist, verzichten diese Personen größtenteils auf die Grippeimpfung.



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