Ernährung bei Magen-Darm-Grippe



Ansteckung mit Magen Darm GrippeBei einer Magen-Darm-Grippe werden in erster Linie durch Erbrechen und Durchfall in hoher Menge Flüssigkeit und Mineralstoffe ausgeschieden. Dies allein ist für einen gesunden, erwachsenen Menschen normalerweise nicht dramatisch, vor allem, da die meisten Infektionen des Magen-Darm-Traktes nach drei Tagen bereits abklingen. Kritisch wird es jedoch, wenn überhaupt keine Aufnahme von Flüssigkeiten und Nahrungsmitteln mehr möglich ist, da auch geringste Mengen sofort wieder erbrochen werden. In diesem Fall sollte ein Arzt konsultiert oder, vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und alten Menschen, ein Krankenhaus aufgesucht werden.

Welche Speisen können zu einer Infektion führen?



Bestimmte Erreger befinden sich in frischen Lebensmitteln und können bei unsachgemäßer Zubereitung, etwa bei zu geringer Hitze oder zu kurzer Garzeit, nicht ausreichend abgetötet werden. Salmonellen zum Beispiel brauchen eine Garzeit von 10 min bei einer Kerntemperatur von mindestens 70° Celsius, um unschädlich gemacht zu werden. Gefährliche Lebensmittel können sein:
  • nicht ausreichend gewaschenes, rohes Obst und Gemüse (E-Coli)
  • Rohmilchprodukte
  • rohe Eier
  • rohes Fleisch, insbesondere Geflügel
  • roher Fisch
  • Milchspeiseeis, das bei unterbrochener Kühlkette geschmolzen ist und wieder eingefroren wurde (siehe auch Softeis)
Achtung: Lebensmittel nicht einfrieren!Achtung! Durch das Einfrieren von Speisen werden die meisten Erreger nicht unschädlich gemacht, sondern lediglich in einen Ruhezustand versetzt. Dies ist also keine sichere Praxis, Erreger abzutöten.

Was essen?



Immer wieder kursieren Tipps zur hilfreichen Ernährung bei einer Magen-Darm-Grippe. Was ist dran an Cola, Salzstangen und Haferschleim? Cola wird oft empfohlen, weil sie Zucker und Mineralstoffe enthält, die bei einer Magen-Darm-Grippe nötig sind. Allerdings ist die enthaltene Kohlensäure alles andere als hilfreich. Daher sollte Cola, wenn überhaupt, nur in sehr geringen Mengen zu sich genommen werden. Soweit möglich sollte man auf feste Nahrung in der Phase der Übelkeit gänzlich verzichten, um den Magen zu schonen. Häufig setzt wenige Stunden nach der Übelkeit der Durchfall ein. Besonders jetzt ist Flüssigkeitszufuhr sehr wichtig. Sobald der Hunger wiederkommt und die Übelkeit nachlässt, kann versucht werden, magenschonende und stopfende Lebensmittel zu essen. Darunter zählen zum Beispiel:
  • stopfendes Obst wie Banane und geriebener Apfel mit Schale
  • Haferschleim
  • Zwieback
  • Weißbrot
  • Salzstangen für den Mineralhaushalt
  • Kohlenhydrate wie Reis oder Kartoffeln
Um der Unterzuckerung entgegenzuwirken, kann Traubenzucker gelutscht werden. Am Anfang sollte dem Magen die Nahrungsaufnahme so einfach wie möglich gemacht werden, das heißt, alles wird in pürierter Form gegessen oder zumindest sehr gut gekaut. Getränke, die den Magen beruhigen, sollten in Trinktemperatur, also weder heiß noch kalt verabreicht werden. Sinnvolle Getränke sind zum Beispiel:
  • Kamillen-, Fenchel- oder Kräutertee
  • Gemüsebrühe, Hühnerbrühe
  • nicht zu kaltes Wasser

Was sollte gemieden werden?



Dem Magen sollte jetzt nichts Säurehaltiges zugeführt werden, um eine weitere Reizung zu vermeiden. Außerdem sind Lebensmittel ungeeignet, die die Darmtätigkeit zusätzlich anregen. Milchprodukte sind durch die enthaltene Laktose genauso falsch. Gemieden werden sollte vor allem:
  • Kaffee
  • Nikotin (auch als Kaugummi)
  • Salate
  • Obst
  • Milchprodukte
  • Alkohol
  • fettiges Fleisch




FeedbackAnregungen, Fragen, Kritik? Bitte schreiben Sie uns! Sie helfen uns damit unser Informationsangebot fortlaufend weiterzuentwickeln.


Videos zur Magen-Darm-Grippe

Dokumentationen, Interviews und Expertengespräche zur Magen-Darm-Grippe.

Studien zur Magen-Darm-Grippe

Deutsche- und amerikanische Studien im Archiv.

Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer vorbehalten. Copyright © 2017 www.magendarmvirus.com | Datenschutz & Impressum